Merch ohne Merch

Kalle steht am offiziellen Merch-Stand des ROCKolymp. Es gibt nur ein Problem: Es gibt keinen Merch. Ein Erfahrungsbericht aus der Merch-Street.

  • Festival-Chaos
  • Hausmeister-Alltag
Die Merch-Street: Kalle stützt gelangweilt den Kopf auf den Tresen eines leeren Verkaufsstands. Links ein Schaufenster und eine Posterwand, rechts ein Wegweiser, im Hintergrund die Festivalberge.

Sie haben mich zum Verkäufer gemacht. Offizieller Merch-Stand, sagten sie. Großes Schild, sagten sie. Viel Kundschaft, sagten sie.

Was sie nicht gesagt haben: Es gibt nichts zu verkaufen.

Ein ganz normaler Tag am Stand

10:00 Uhr. Stand aufgeschlossen. Tresen abgewischt. Kopf auf Hand gestützt. Gewartet.

11:30 Uhr. Ein Fan kommt. Fragt nach T-Shirts. Ich sage: „Kommen bald.“ Er fragt, wann. Ich sage: „Bald.“ Er geht.

13:00 Uhr. Mittagspause. Habe mein Spiegelbild im Schaufenster verkauft. An mich selbst. War ein gutes Geschäft.

15:00 Uhr. Ein Halbgott fragt nach Autogrammkarten. Ich gebe ihm meine. Er fragt, wer ich bin. Ich sage: „Bald berühmt.“ Er geht auch.

18:00 Uhr. Umsatz: null. Laune: unverändert, also schlecht.

Wann geht's los?

Der Shop öffnet irgendwann. Dann gibt's echte Shirts, echte Andenken und echte Preise. Bis dahin verkaufe ich hier das Wertvollste, was der ROCKolymp hat: meine Meinung. Gratis. Ob du willst oder nicht.

Mehr davon