Merch ohne Merch
Kalle steht am offiziellen Merch-Stand des ROCKolymp. Es gibt nur ein Problem: Es gibt keinen Merch. Ein Erfahrungsbericht aus der Merch-Street.

Sie haben mich zum Verkäufer gemacht. Offizieller Merch-Stand, sagten sie. Großes Schild, sagten sie. Viel Kundschaft, sagten sie.
Was sie nicht gesagt haben: Es gibt nichts zu verkaufen.
Ein ganz normaler Tag am Stand
10:00 Uhr. Stand aufgeschlossen. Tresen abgewischt. Kopf auf Hand gestützt. Gewartet.
11:30 Uhr. Ein Fan kommt. Fragt nach T-Shirts. Ich sage: „Kommen bald.“ Er fragt, wann. Ich sage: „Bald.“ Er geht.
13:00 Uhr. Mittagspause. Habe mein Spiegelbild im Schaufenster verkauft. An mich selbst. War ein gutes Geschäft.
15:00 Uhr. Ein Halbgott fragt nach Autogrammkarten. Ich gebe ihm meine. Er fragt, wer ich bin. Ich sage: „Bald berühmt.“ Er geht auch.
18:00 Uhr. Umsatz: null. Laune: unverändert, also schlecht.
Wann geht's los?
Der Shop öffnet irgendwann. Dann gibt's echte Shirts, echte Andenken und echte Preise. Bis dahin verkaufe ich hier das Wertvollste, was der ROCKolymp hat: meine Meinung. Gratis. Ob du willst oder nicht.



